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Interne Projektrisiken

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Das Ezine von Resolve Consultants und David Jakob

Resolve Business News

Ausgabe 1. März 2007

In dieser Ausgabe:


Kommentar
 

Als erstes: Das neue Erscheinungsbild für Resolve ist noch nicht ganz wie wir es möchten, deshalb verzögert es sich um 2 Wochen. Sorry.

Ich werde immer mehr beunruhigt über das Geschehen in der Welt. Insbesondere die Machenschaften der USA, respektive Präsident Bush. Letzten Sonntag hörte ich ein Interview mit dem renommierten Reporter Seymour Hersh auf CNN. Da erzählte er, wie der Präsident mit vom Congress unbewilligten Geldern diverse sunnitische Terroristengruppen unterstützt. Dies mit dem Ziel, einen Krieg zwischen Sunniten und Schiiten zu fördern. Dies, weil die meisten Schiiten in Iran sind, sowie eine Minderheit des Iraks. So sollen die Probleme in dieser Region gelöst werden. Um die Aufsicht des Kongresses zu umgehen, hat er diesen Auftrag statt der CIA dem Militär gegeben. Wieso? Weil das Militär dem Congress keine Rechenschaft ablegen muss. Auf diesem Weg kann Präsident Bush seine Kriegspläne fortsetzen, ohne die Unterstützung des Parlaments zu haben.

Aus meiner Optik ist dieser Präsident der gefährlichste Mensch zurzeit auf der Erde. Er hat etwas im Kopf und ist scheinbar nicht angewiesen auf die Unterstützung des Volks. Es scheint auch keinewirkungsvolle Bremse zu geben.

Das gibt wirklich zu denken: wo führt das hin? Ist irgendetwas besser in der Welt, seit dieser Mensch die Macht übernommen hat? Welche Auswirkungen könnte das alles auch auf uns haben? Ich bin der Meinung, wenn wir nicht klar dagegen sind, dann sind wir dafür, aus der Sicht der betroffenen moslemischen Bevölkerung. Und das werden noch viele bezahlen. Alles, weil wir es zulassen.

Wie sieht ihr das?


Interne Projektrisiken
 

In der letzten Ausgabe habe ich hingewiesen auf die vielen Risiken, die ein Projekt gefährden können. Unter anderem habe ich folgende Risiken angedeutet:

  • die Qualität der Prognosen
  • die Zeitspanne des Projekts
  • die Grösse des Projekts
  • der Kostenumfang
  • dass es nicht den erhofften Erfolg im Markt bringt
  • dass es überholt ist, bevor das Projekt zu Ende geführt wird
  • dass die Konkurrenz es früher auf den Markt bringt
  • dass die Marktregeln vom Regulator geändert werden
  • dass die Politik Änderungen anbringt
  • dass der gesetzliche Rahmen sich ändert
  • dass das benötigte Wissen aus dem Unternehmen wegfliesst
  • dass die Umwelt nicht mitspielt
  • dass Krieg ausbricht
  • dass ein wichtiger Lieferant Verzögerungen hat
  • usw

Neben diesen gibt es aber auch eine Reihe von internen Faktoren, die möglicherweise noch grössere Auswirkungen haben können. Der Unterschied ist aber, dass viele dieser Faktoren unter der eigenen Gewalt stehen, d.h. wir können sie selber beeinflussen, im Gegensatz zu den externen Faktoren.

Ein typisches Beispiel dafür sind die eigenen Arbeitskräfte. Haben wir genug Kapazität, um das Projekt zeitgemäss zu bewältigen? Sind es die richtigen Fähigkeiten, die wir haben? Jedes Projekt benötigt ausgebildete Arbeitskräfte, welche eventuell über ein ganz besonderes Know-how verfügen. Diese stehen nicht immer zur Verfügung, besonders wenn es seltene sind, die für das tägliche, operative Tagesgeschäft eingesetzt werden. Eventuell müssen neue Mitarbeiter gewonnen werden, was nicht immer einfach ist, oder diese Fähigkeiten müssen extern angeschafft werden, was mit Mehrkosten verbunden ist

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die interne Politik. Ich habe viele Projekte gesehen, welche an den internen Machenschaften des Managements scheiterten. Die Frage muss von jedem Projektleiter gestellt werden: wer gewinnt und wer verliert durch den Erfolg oder Misserfolg des Projekts? Traurig aber wahr. Wenn jemand mit dem notwendigen Einfluss ein Projekt verhindern will, dann sind die Chancen für das Projekt schlecht. Hier kommt es darauf an, ob der Projektsponsor eine genügend starke Position einhält.

Nicht zu unterschätzen sind die Projektkosten. Kann das Unternehmen das Projekt finanzieren oder nicht? Wenn nicht, dann kommt die Frage: woher kommt denn das Geld, und welche Bedingungen werden daran geknüpft? Kleine Nebensache: diese Woche war ein Gestürm über die Werbung mit Köbi Kuhn um die alternative Energie. Nachdem es klar war, dass der Hauptsponsor der Nationalmannschaft die Elektrizitätswerke waren und so den Coach zum Mitmachen bewegen konnten, wurden die Werbespots zurückgezogen! Bedingungen für Geld sind eben wichtig!

Zusätzlich ist zu berücksichtigen, welche Auswirkungen ein vorgeschlagenes Projekt auf das Unternehmen haben wird und welche Risiken sie haben:

  • auf bestehende Abläufe
  • auf die Organisation - braucht es neue Arbeitskräfte oder müssen irgendwelche reduziert werden
  • auf andere Projekte
  • auf die Informatik
  • auf das bestehende Produktportfolio

Wie Sie sehen, ist jedes Projekt auch internen Risiken ausgesetzt. Diese sollten sorgfältig betrachtet und ihre Auswirkungen in der Bewertung des Projekts berücksichtigt werden. In der nächsten Ausgabe schauen wird die 2. Achse der Projektportfoliobewertung an: Projektwert.

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Alles Gute und bis zur nächsten Ausgabe

Ihr
>David Jakob>

David Jakob, Resolve Consultants

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