Das Ezine von Resolve Consultants
und David Jakob
Als erstes: Das neue Erscheinungsbild
für Resolve ist noch nicht ganz wie wir es möchten,
deshalb verzögert es sich um 2 Wochen. Sorry.
Ich werde immer mehr beunruhigt über
das Geschehen in der Welt. Insbesondere die Machenschaften der USA,
respektive Präsident Bush. Letzten Sonntag hörte ich ein
Interview mit dem renommierten Reporter Seymour Hersh auf CNN. Da
erzählte er, wie der Präsident mit vom Congress
unbewilligten Geldern diverse sunnitische Terroristengruppen
unterstützt. Dies mit dem Ziel, einen Krieg zwischen Sunniten
und Schiiten zu fördern. Dies, weil die meisten Schiiten in
Iran sind, sowie eine Minderheit des Iraks. So sollen die Probleme
in dieser Region gelöst werden. Um die Aufsicht des Kongresses
zu umgehen, hat er diesen Auftrag statt der CIA dem Militär
gegeben. Wieso? Weil das Militär dem Congress keine
Rechenschaft ablegen muss. Auf diesem Weg kann Präsident Bush
seine Kriegspläne fortsetzen, ohne die Unterstützung des
Parlaments zu haben.
Aus meiner Optik ist dieser Präsident
der gefährlichste Mensch zurzeit auf der Erde. Er hat etwas im
Kopf und ist scheinbar nicht angewiesen auf die Unterstützung
des Volks. Es scheint auch keinewirkungsvolle Bremse zu
geben.
Das gibt wirklich zu denken: wo führt
das hin? Ist irgendetwas besser in der Welt, seit dieser Mensch die
Macht übernommen hat? Welche Auswirkungen könnte das
alles auch auf uns haben? Ich bin der Meinung, wenn wir nicht klar
dagegen sind, dann sind wir dafür, aus der Sicht der
betroffenen moslemischen Bevölkerung. Und das werden noch
viele bezahlen. Alles, weil wir es zulassen.
Wie sieht ihr das?
In der letzten Ausgabe habe ich
hingewiesen auf die vielen Risiken, die ein Projekt gefährden
können. Unter anderem habe ich folgende Risiken
angedeutet:
- die Qualität der
Prognosen
- die Zeitspanne des Projekts
- die Grösse des Projekts
- der Kostenumfang
- dass es nicht den erhofften Erfolg im
Markt bringt
- dass es überholt ist, bevor das
Projekt zu Ende geführt wird
- dass die Konkurrenz es früher auf
den Markt bringt
- dass die Marktregeln vom Regulator
geändert werden
- dass die Politik Änderungen
anbringt
- dass der gesetzliche Rahmen sich
ändert
- dass das benötigte Wissen aus dem
Unternehmen wegfliesst
- dass die Umwelt nicht
mitspielt
- dass Krieg ausbricht
- dass ein wichtiger Lieferant
Verzögerungen hat
- usw
Neben diesen gibt es aber auch eine Reihe
von internen Faktoren, die möglicherweise noch grössere
Auswirkungen haben können. Der Unterschied ist aber, dass
viele dieser Faktoren unter der eigenen Gewalt stehen, d.h. wir
können sie selber beeinflussen, im Gegensatz zu den externen
Faktoren.
Ein typisches Beispiel dafür sind die
eigenen Arbeitskräfte. Haben wir genug Kapazität, um das
Projekt zeitgemäss zu bewältigen? Sind es die richtigen
Fähigkeiten, die wir haben? Jedes Projekt benötigt
ausgebildete Arbeitskräfte, welche eventuell über ein
ganz besonderes Know-how verfügen. Diese stehen nicht immer
zur Verfügung, besonders wenn es seltene sind, die für
das tägliche, operative Tagesgeschäft eingesetzt werden.
Eventuell müssen neue Mitarbeiter gewonnen werden, was nicht
immer einfach ist, oder diese Fähigkeiten müssen extern
angeschafft werden, was mit Mehrkosten verbunden ist
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die
interne Politik. Ich habe viele Projekte gesehen, welche an den
internen Machenschaften des Managements scheiterten. Die Frage muss
von jedem Projektleiter gestellt werden: wer gewinnt und wer
verliert durch den Erfolg oder Misserfolg des Projekts? Traurig
aber wahr. Wenn jemand mit dem notwendigen Einfluss ein Projekt
verhindern will, dann sind die Chancen für das Projekt
schlecht. Hier kommt es darauf an, ob der Projektsponsor eine
genügend starke Position einhält.
Nicht zu unterschätzen sind die
Projektkosten. Kann das Unternehmen das Projekt finanzieren oder
nicht? Wenn nicht, dann kommt die Frage: woher kommt denn das Geld,
und welche Bedingungen werden daran geknüpft? Kleine
Nebensache: diese Woche war ein Gestürm über die Werbung
mit Köbi Kuhn um die alternative Energie. Nachdem es klar war,
dass der Hauptsponsor der Nationalmannschaft die
Elektrizitätswerke waren und so den Coach zum Mitmachen
bewegen konnten, wurden die Werbespots zurückgezogen!
Bedingungen für Geld sind eben wichtig!
Zusätzlich ist zu
berücksichtigen, welche Auswirkungen ein vorgeschlagenes
Projekt auf das Unternehmen haben wird und welche Risiken sie
haben:
- auf bestehende Abläufe
- auf die Organisation - braucht es neue
Arbeitskräfte oder müssen irgendwelche reduziert
werden
- auf andere Projekte
- auf die Informatik
- auf das bestehende
Produktportfolio
Wie Sie sehen, ist jedes Projekt auch
internen Risiken ausgesetzt. Diese sollten sorgfältig
betrachtet und ihre Auswirkungen in der Bewertung des Projekts
berücksichtigt werden. In der nächsten Ausgabe schauen
wird die 2. Achse der Projektportfoliobewertung an:
Projektwert.
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erhalten Sie am 15. März 2007.
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Alles Gute und bis zur nächsten Ausgabe
Ihr
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David Jakob, Resolve Consultants
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